Großartiger Antwortbrief

In den letzten Wochen vor Beginn der Sommerferien hatte unser Religionslehrer Stefan Kasper im Reliunterricht der beiden vierten Klassen das Buch „Emma oder Die unruhige Zeit“ der Kinderbuchautorin Ursula Fuchs vorgelesen.
In diesem Buch wird auf sehr einfühlsame Weise beschrieben, wie das Mädchen Julia zusammen mit seiner Puppe Emma den zweiten Weltkrieg erlebt. Im Vorwort erfährt man zudem, dass Ursula Fuchs darin eigentlich ihre eigene Geschichte erzählt. Da das letzte Kapitel des Buches mit einem offenem Ende die Leser im Ungewissen lässt, ob die Situation für die Protagonisten positiv ausgeht, ließ es den Viertklässlern keine Ruhe, so dass schnell der Wunsch aufkam, die Autorin zu kontaktieren.
Recherchen ergaben, dass Frau Fuchs mittlerweile 84 Jahre alt sein müsste. Da die Privatanschrift nicht zu ermitteln war, erhielten die Kinder Unterstützung vom Oetinger-Verlag, der einen Brief mit Fragen zur Fortsetzung von Julias Erlebnissen – bzw. den Erlebnissen von Ursula Fuchs – an die Autorin weiterleiteten.
Und nun haben die Schülerinnen und Schüler tatsächlich Antwort erhalten!
In einem vierseitigen, sehr liebevoll geschriebenen Brief erklärt Frau Fuchs, wie es mit ihr und ihrer Familie nach Kriegsende weiterging, und dass eine Kiste mit Kinderbüchern, die sie auf einem Dachboden fand, in der schwierigen Nachkriegszeit ihren größten Schatz darstellte. Zu dem Motiv für das Schreiben des Buches antwortet Ursula Fuchs: „Ich dachte mir, wenn die Kinder wissen, wie schlimm der Krieg ist, werden sie sich umso mehr nach dem Frieden sehnen.“ Und damit bleibt das Buch auch 38 Jahre nach seinem Erscheinen (leider) immer noch genau so aktuell wie am ersten Tag…

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